Sängerkreis-Chöre
sind gut aufgestellt – Kritische Fragen an HSB
WETTENBERG, WISSMAR (rge/ger/rg), 6. Februar 2012;
„Am kühlenden Morgen, wenn alles noch ruht“ sangen zwar die Sänger des
Männerchores der Sängervereinigung Germania-Eintracht Wißmar unter Leitung von
Dr. Thomas Kreiling wohltemperiert zur Begrüßung, aber da waren die mehr als 60
Delegierten der 44 Mitgliedsvereine des Sängerkreises Gießen am frühen
Sonntagmorgen bereits ausgeschlafen und hellwach. Im Vereinslokal „Sängereck“
in dem Wettenberger Gemeindeteil hatten sich die Chorvertreter aus ganz
Mittelhessen unter Leitung des alten und neuen Sängerkreis-Vorsitzenden Claus
Schmidt zur Jahreshauptversammlung getroffen. Sie konnten von ihm eine fast
durchweg positive Bilanz des Sängerkreises hören. So waren die Veranstaltungen
mit dem Kreisberatungstermin mit mehr als 1.200 teilnehmenden Sängerinnen und Sängern im vergangenen März in
Heuchelheim, dass Kinder- und Jugendchorsingen mit Fredrik Vahle auf dem
Schiffenberg im Juni, der 1. Music Day in der Ricarda-Huch-Schule Gießen und
das Konzerttreffen „Junge Chöre im Konzert 3.0“ Ende Oktober in Buseck allesamt
große Erfolge. Einziger Wermutstropfen: Eine langsam fortschreitende
Überalterung in einigen Traditionsvereinen und im Vorstandsbereich, trotz recht
starken Nachwuchschören.
In seinen Grußworten bekannte sich der Bürgermeister von Wettenberg,
Thomas Brunner (SPD), zur Vereinsförderung in Chören. Diese Förderung sei eine
Investition für die Allgemeinheit und in die Jugend, die man mit Gesang und
Musik positiv begeistern könne. Der demographische Wandel ging auch am
Sängerkreis Gießen nicht spurlos vorüber, so musste der Bauersche Gesangverein
in Gießen seinen Probenbetrieb mangels Sängern einstellen, erinnerte Schmidt in
seinem Jahresbericht. Der benachbarte Sängerkreis, der Lahntal-Sängerbund
stellte im Frühjahr 2011 seine Arbeit ein. Dessen ehemalige Mitgliedsvereine,
der Kammerchor Klangfarben Gießen, die Heiterkeit Gießen, die Einheit
Allendorf/Lahn und die Chorgemeinschaft mit All Cantabile Allendorf/Lahn haben
dem Sängerkreis Gießen eine neue Heimat gefunden und wurden von Claus Schmidt
begrüßt. Neben den eigenen Veranstaltungen war der Sängerkreis auch mit
Delegierten bei der Hauptversammlung des Hessischen Sängerbundes (HSB)
vertreten, informierte er. Dabei stellte er auch die Frage an den
HSB-Präsidenten Claus-Peter Blaschke, wie der HSB auf die Veränderungen in der
Gesellschaft und dessen negative Auswirkungen mit zurückgehenden Sängerzahlen
auf die Vereine reagieren wolle. Auf diese Fragen wünschen sich Sängerbünde und
Vereine Unterstützung und Antworten. Hier sei der HSB mit Blaschke an der
Spitze seinen ihn finanzierenden Mitgliedern noch eine Antwort schuldig
geblieben.
Kreischorleiter Jochen Stankewitz berichtete aus einer gemeinsamen
Sitzung des Präsidiums des HSB mit dem Musikausschuss, dass die Arbeit des
Sängerkreises Gießen dort als vorbildlich bezeichnet wird. Auch seien die
Anregungen aufgenommen worden und würden bei der nächsten
Delegiertenversammlung einen zentralen Punkt einnehmen. Für das nächste
Kreisberatungssingen im März in Wißmar kündigte er als Berater den
Chorexperten, Jan Schumacher aus Limburg an. In diesem Zusammenhang dankte er
auch sein Vize-Kreischorleiter Dr. Thomas Kreiling und den anderen
Vorstandskollegen, für die gute Zusammenarbeit. Er warb in der Versammlung auch für die Teilnahme am
Deutschen Chorfest (im Internet unter www.chorfest.de) in Frankfurt vom 7. bis
10. Juni. Der Sängerkreis Gießen bietet dabei einen Workshop zur Vorbereitung
unter dem Titel „Reine Männersache“ am 6. Mai unter seiner Leitung an.
Jugendbeauftragte, Beate Volbrecht ging in ihrem Jahresbericht noch
einmal auf die positive Resonanz bei Kindern und Jugendlichen zum erstmals
veranstalteten „Music Day“ in Gießen ein, der von der Gießener
Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Landrätin Anita Schneider, der
Musikschule „musikPLATZ“ und von der Tanzgruppe „Magic Stars“ aus Heuchelheim
unterstützt wurden. Einen ganzen Tag lang wurde hier ein gemeinsames
Musikprojekt erarbeitet und am Abend vorgestellt. Impulse für den Chorgesang
wurden hier auch mit dem Auftritt des jungen Sängerkreis-Chores „Cantamus“ mit
Dirigent Axel Pfeiffer gesetzt. Eine größere Resonanz und Unterstützung hätte
sich Volbrecht aus den Reihen der eigenen Chöre gewünscht, bilanzierte sie.
Sabine Bender als Frauenbeauftragte konnte von einem zentralen Treffen der
HSB-Frauen zur Vorbereitung des Deutschen Chorfestes in Frankfurt berichten.
Weiterhin informierte sie über den am 15. September in Fulda geplanten „Tag der
Frauenstimme“. Die Kassenprüfer Thorsten Müller und Jürgen Schäfer
bescheinigten den Kassierer Bernd Volkmann eine einwandfreie Kassenführung, der
sich die Versammlung einstimmig mit Entlastung anschloss.
Bei den sich anschließenden Vorstandswahlen wurden folgende Ämter
allesamt einstimmig gewählt. So wurde als 1. Vorsitzender Claus Schmidt und
sein Vertreter Karl Schmidt bestätigt. Als Kassierer wurden Bernd Volkmann und
Manfred Wilhelm wieder gewählt. Reinhold Götz und Ernst Schöffmann sind im Amt
als Schriftführer bestätigt. Jugendvertreterin ist und bleibt Beate Volbrecht,
Fraubeauftragte Sabine Bender und Pressewart Roger Schmidt. Als Kreischorleiter
wurden Jochen Stankewitz und Dr. Thomas Kreiling erneut gewählt. Beisitzer sind
Gabi Albrecht, Irina Gilbert, Daniel Rac und Jürgen Thiele. Kassenprüfer im
kommenden Jahr sind neben Jürgen Schäfer, Rudolf Herzberger und Jens Hormann.
Neben dem bevorstehenden Kreisberatungssingen am 23. und 24. März durch
die Ausrichter von der Sängervereinigung Germania-Eintracht Wißmar kündigte
Vorsitzender Claus Schmidt den Workshop „Reine Männersache“ am 6. Mai, das
Kinderchorsingen am 17. Juni auf dem Schiffenberg und eine weitere
Informationsveranstaltung für Chöre für das 2. Halbjahr an.
Junge
Chöre zündeten fulminantes Feuerwerk
BUSECK (rge/ger/rg), Die Sängerinnen und Sänger der Chorona Buseck mit Chorleiter Dr. Thomas
Kreiling hätten sich für die Premiere ihrer Chorinterpretation mit einem
eindrucksvollen akustischen afrikanischen Gewitterregen des Welthits „Africa“
der US-Band „Toto“ keine bessere Kulisse wünschen können. Im Kulturzentrum
Buseck waren sie bei einem außergewöhnlichen musikalischen Ereignis unter dem
Titel „Junge Chöre im Konzert 3.0“ einer von insgesamt 10 „Jungen Chören“ des
Sängerkreis Gießen, die sich an diesem Abend 450 Konzertbesuchern vorstellten
und dafür mit viel Applaus und „Bravo!“-Rufen gefeiert wurden. Das die
Chorszene in Mittelhessen eine Renaissance vor allem im jungen und mittleren
Alter mit moderner Chormusk erlebt, war angesichts der geballten musikalischen
Vorstellung mit einer Bandbreite von aktuellen Hits von Pop, Rock bis hin zu
Volkslied und Klassikern mit vielen lachenden jungen Gesichtern zu erleben.
Keiner der Chöre verließ nach dem Auftritt die Halle, wie bei anderen Konzerten
manchmal zu beobachten. Es wurde zugehört und begeistert feierten sich die
Chöre mit dem Publikum. Nach dem dreistündigen Chormarathon, der in gefühlten
kurzweiligen Minuten vergingen, war eine Chorparty mit der „WEAP-Werners
Partyband“ angesagt bei der kein Platz auf der Tanzfläche frei blieb.
Das Chorereignis mit den „Jungen Chören“ veranstaltet der Sängerkreis
Gießen nunmehr in der dritten Auflage. So bezeichnete der
Sängerkreis-Vorsitzende Claus Schmidt das Konzert als „fulminantes Feuerwerk
der Chorszene“. Im zweijährigen Rhythmus findet die hochkarätige
Sängerkreis-Veranstaltung statt, an dem in diesem Jahr 10 von den 25 „Jungen
Chören“ des Sängerkreis teilnahmen. Die Nachfrage war so groß, das es sogar
Absagen an Chöre geben musste.
Schmidt bezeichnete die Veranstaltung als beste Möglichkeit sich in der
Sängerkreis-Familie persönlich über Musik und die anschließende Party kennen zu
lernen. Neben dem 1. Beigeordneten der Gemeinde Buseck Wolfgang Schäfer konnte
er auch den Sängerkreis-Ehrenvorsitzenden Werner Weiß sowie Abordnungen
befreundeter Gruppen und Vereine außerhalb des Sängerkreises Gießen begrüßen.
Der Chorona Buseck mit ihrem Vorsitzenden Thorsten Müller dankte er für die
Ausrichtung des Chortreffens sowie die schöne Gestaltung des Kulturzentrums
durch die Frauen und Männer. Müller wünschte in seinen Begrüßungsworten den
vielen Gästen aus ganz Mittelhessen gute Unterhaltung.
Moderator Daniel Rac konnte nach dem Gastgeber-Verein der Chorona
Buseck, noch einmal den Chor im
Duo mit dem gemischten Chor Vocal Pur Wißmar beim Enya-Hit „Orinoco Flow“ unter
dem gemeinsamen Dirigat von Vize-Kreischorleiter und Konzert-Organisator Dr.
Thomas Kreiling ankündigen. Die Vocal Pur-Sängerinnen und Sänger hatten sich
als nächstes den Musical-Hit aus „Aida“ mit „The Gods love Nubia“
ausgesucht. Chorgesang mit
Tanzeinlagen war dann bei dem Medley der 80`s Dance Party im Arrangement von
Kirby Shaw angesangt. Hit auf Hit von Madonna bis hin zu Michael Jackson war zu
hören und vor allen als gekonnte Dance-Performance zu sehen. Unter anderem
„Half a minute“ im südamerikanischen Rhythmus sangen O-Ton aus Oppenrod mit
Matthias Schulze . Anschließend hoben nach dem klassischen „Abendlied“ aus der
Text-Feder von Hoffmann von Fallersleben das Männerquintett Mirolust Oppenrod
noch musikalisch ab bei dem Reinhard Mey-Titel „Über den Wolken“. „Black bird“
von den Beatles und den Swing-Titel „Sing, sing, sing“ waren zwei von vier
Titeln der Felicita Großen-Buseck mit Jochen Stankewitz. Die Sängerinnen und
Sänger von Sing a Song Staufenberg mit Hermann Wilhelmi erzählten auf witzige
Weise von den Leiden des Mannes bei einer „Powerfrau“ und hatten sich für ihren
gesanglichen Höhepunkt von der Rock-Band „Queen“ die „Bohemian Rhapsody“
ausgesucht. Aus dem Film „Elliot das Schmunzelmonster“ traten Crescendo Wieseck
unter Leitung von Jörg Rainer Becker mit dem Titel „Candle on the water“ auf
bevor sie am Ende ihres Auftritts den bekannten Rockn-Roll-Titel „Lollipop“
intonierten. Die Sängerinnen von Intermezzo Kleinlinden hatten mit Chorleiter
Matthias Hampel sangen „Das Beste“ von der deutschen Band „Silbermond“ und von
„Rosenstolz“ war der Titel „Ich geh in Flammen auf“ von ihnen zu hören. Kein Laut war dann im Publikum bei Axel
Pfeiffers Chor Cantamus Gießen zu hören, als sie den Titel „Martin Luther King“
intonierten. Aber auch das Volkslied „Ich ging emol spaziere“ gehörte zu dem
Repertoire der jungen Sängerinnen und Sänger. Mit Rammsteins „Engel“,
arrangiert von Oliver Gies und Jan
Bürger bewiesen sie ihre Vielseitigkeit der Musikgenres sowie bei der
stimmlichen Viritusität. Das Finale war den Gästen aus dem Lahn-Dill-Kreis von
der TonArt Cäcilia Nauborn mit Kreischorleiter Jochen Stankewitz vorbehalten
die neben zwei Grönemeyer-Hits mit dem „Mambo“ und „Alkohol“ nochmals Akzente
setzten, die mit dem französischen Tanzlied der Marktleute „Tourdion“ aus dem
15 Jahrhundert auch die chorische Geschlossenheit Arm in Arm auf der Bühne
demonstrierten. Kräftigen Applaus gab es für sie und auch alle anderen Chöre
reichlich. So war dieser Abend beste Werbung für den Chorgesang und dessen
Ausstrahlung mit der musikalischen Botschaft von Lebensfreude, Liebe, Frieden
und Harmonie in der Musik und den Liedern, die die Menschen rund um den Globus
verbindet. Gefeiert wurde bis spät nach Mitternacht. Sicher ist, dass es in
zwei Jahren eine Fortsetzung des Chorevents geben wird, waren sich
Sängerkreis-Offiziellen mit den Sängerinnen, Sängern und dem Publikum einig.
„Let me entertain you“ gesungen an diesem Abend von der TonArt ist dann nicht
nur Titel sondern viel mehr erklärtes Programm im Sängerkreis Gießen.
Riesen
Stimmung beim Sängerkreis-Kinderchorsingen mit Fredrik Vahle
Bei dem Kinderliedermacher wurde im Regen getanzt und gesungen
GIESSEN/LANDKREIS GIESSEN (rge/ger/rg), 06.06.2010
Auch der am späten Sonntagnachmittag einsetzende leichte Gewitterregen
beim Auftritt des Kinderliedermachers Fredrik Vahle konnte die gute Laune bei
Kindern, Eltern und Großeltern im Hofgarten des Kloster Schiffenberg in Gießen
nicht stoppen. Bis zum letzten Ton wurde bei Liedern, wie den Titeln „Es
regnet“ und „Tipitipidi die Maus“ mitgetanzt und mitgesungen was die
Kinderstimme und die kleinen Beine vermochten. Zuvor hatten den ganzen
Nachmittag schon Kinder- und Jugendliche beim Kinderchorsingen des
Sängerkreises Gießen gezeigt, was sie in ihren Chören musikalisch und stimmlich
gelernt hatten. Dabei präsentierten sie auf der Schiffenberg-Bühne bei zunächst
strahlenden Sonnenschein mit ihrer kindlichen Unbekümmertheit aber auch dem
nötigen Selbstbewusstsein unter Leitung ihrer Chorleiter die ganze Bandbreite
von bekannten Kinderliedern, beim Nachwuchs beliebte Popsongs aber auch einige
traditionelle Volkslieder. „Singen verzaubert!“ hatte auch die Landrätin Anita
Schneider in ihren Grußworten angemerkt, die sie auch im Namen von der Gießener
Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz überbrachte, und den Kindern für die
schöne Chormusik gedankt. Schneider und Grabe-Bolz unterstützen als
Schirmherrinnen auch das neue Music Day-Projekt des Sängerkreises Gießen für
Kinder und Jugendliche in Mittelhessen, das am 3. September an der
Ricarda-Huch-Schule Gießen in Zusammenarbeit mit der Musikschule musikPLATZ und
der Tanzgruppe Magic Stars erstmals stattfinden wird.
Nach der Begrüßung durch Sängerkreis-Vorsitzenden Claus Schmidt sangen
zunächst der Schulchor und der Jugendchor Young Voices aus Krofdorf-Gleiberg (Chorleiterin
Christa Lißl) vom „Sommerleben“ und und ein den Titel
Musical-Titel „Chim chimeney“. Die Burgspatzen aus Staufenberg (Elke
Weber) erzählten von der kleinen „Piepmaus“ und hatten auch den „Lord of the
dance“ im Repertoire. Nach dem Auftritt der Lohwaldlerchen aus Oppenrod (Elke
Weber) waren die Minis und Maxis von der Liederbrücke (Andreas
Stein) aus Heuchelheim mit Nenas „99 Luftballons“ und „Elektrisches Gefühl“ von
der Band Juli unter anderem zu hören. „Das singende Känguruh“ war eines der
lustigen Titel den die „Junior singers“ der Eintracht Trohe (Eva
Schlotter), sangen bevor die Germinis (Daniel Kaiser) aus Alten
Buseck von Graf Unheilig „Geboren um zu leben“ sowie Maierhofers beschwingtes
„Tritomba“ anstimmten. Die Klangkinder Nauborn mit dem Kreischorleiter Jochen
Stankewitz als ihren musikalischen Leiter erzählten im Lied vom braven Dromedar.
„Sweet young inspiration“ (Samira Rafaei) der Heiterkeit aus Annerod hatte
mit dem „Messerwerfer Jack“ ein flottes Stück vor dem Auftritt des
Kinderliederstars Fredrik Vahle ausgesucht. Alle jungen Sängerinnen und Sänger
in den neun an diesem Nachmittag zu hörenden Kinderchören des Sängerkreises
Gießen wurden von den Zuhörern laut beklatscht, wie auch Fredrik Vahle, die
allesamt den Besuchern einen kurzweiligen unterhaltsamen Nachmittag mit Gesang
im Rahmen des musikalischen Sommers im Kloster Schiffenberg in Gießen darboten.
Musikausschuss-Experte
bescheinigte
Sängerkreis-Chören „tolle Leistungen“
LANDKREIS GIESSEN/GIESSEN/HEUCHELHEIM
(rge/ger/rg), 20.03.11
Mit Superlativen ist es ja immer so eine Sache, allerdings hielt es den
Chordirektor FDB und Mitglied im Musikausschuss des Hessischen Sängerbundes
(HSB) Hans-Joachim Karl am Freitagabend in Heuchelheim kaum noch vor
Begeisterung selbst auf seinem Platz. Als der letzte Ton der 20 jungen Stimmen
des gemischten Chores „Cantamus“ mit Chorleiter Axel Pfeiffer aus Gießen beim
Beratungssingen des Sängerkreis Gießen auf der Bühne der altehrwürdigen
Turnhalle verklungen war, war der Musikexperte Hin und Weg von der Leistung des
Chores. „Super! Perfekt!“ war sein Urteil und Kompliment an die allesamt um die
zwanzig Jahre jungen Sängerinnen und Sänger mit Pfeiffer an der Spitze über das
Gehörte. Ovationen gab es dementsprechend von den anwesenden Chören und
Besuchern für die Chorsänger aus der Universitätsstadt. Sie hatten sich neben
dem sakralen „Kyrie“ im Satz von Albert Becker als musikalischen Genre-Kontrast
den Rammstein-Rocktitel „Engel“ ausgesucht und ausgezeichnet mit ihren Stimmen
interpretiert. Die hatten, wie insgesamt 41 Chöre am gesamten Wochenende
bewiesen, dass man mit Chorgesang und nur mit dem Klang seiner Stimme beste
Unterhaltung dem Publikum und sich selbst viel Spaß und Anerkennung bereiten
kann. Von den Vorschulkindern, wie beim Kinderchor der Eintracht Trohe, die den
Schlager „Schön ist auf der Welt zu sein“, gemeinsam mit dem „großen gemischten
Chor“ intonierten, war das Beratungssingen auch ein Beispiel für das
Generationen übergreifende Chorhobby, das Menschen jeden Alters zusammenführen
kann. Ausrichter des diesjährigen Sängerkreis-Beratungssingen waren die drei
Heuchelheimer Gesangvereine Germania, Liederkranz und Teutonia. Insgesamt waren
am Freitag und Samstag 1.200 Sängerinnen und Sänger in den Kinder-, Jugend-,
Männer-, Frauen- und gemischten Chören des Sängerkreises Gießen zu Gast in
Heuchelheim.
Auch der Sängerkreis-Vorsitzende Claus Schmidt war mit dem Verlauf und
Organisation der beiden Beratungstage sehr zufrieden. „Die Auftritte der Chöre
waren allesamt beste Werbung für das Hobby Chorsingen.“, so Schmidt. Zu Beginn
hatte Schmidt gemeinsam mit Heuchelheims Bürgermeister Lars
Burkhard Steinz die Sängerinnen
und Sänger in der Turnhalle begrüßt. Steinz bezeichnete die Chöre als „Teil der
deutschen Kultur“ und ermunterte sie als Chorbotschafter die Jugend zu gewinnen
und für das Gemeinwesen weiterzumachen. Claus Schmidt sekundierte anschließend
gemeinsam mit den beiden Kreischorleitern Jochen Stankewitz und Dr. Thomas
Kreiling sowie Sängerkreis-Vize Karl Schmidt dem renommierten Berater
Hans-Joachim Karl aus der Odenwald-Gemeinde Wald-Michelbach. Die Eröffnung des Chortreffens
blieb diesmal den Gästen des Männerchores der Polyhymnia-Liederkranz aus Beuern
vorbehalten. Die hatten sich mit Wilhelm Heinrichs Swing-Titel „Blauer Mond“
und dem flotten Volkslied „Ilsebill“ von Bernhard Weber mit ihrem Chorleiter
Jens Kempkens abwechslungsreiche Chorliteratur ausgesucht. Der Berater aus
Südhessen hörte genau zu. Nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern viel mehr
hilfreiche Hinweise und auch Lob gab der den Sängern aus der Buseck-Gemeinde
mit auf ihren Weg. Augenmerk legte er hierbei insbesondere auf Vokalisation in
der Intonation und Aussprache sowie den wichtigen Spannungsbogen in der
Dynamik. „Nicht den Kopf in der Partitur, sondern die Partitur im Kopf“ warb er
bei fast allen Chören für das Singen ohne Notenblätter. Der Klang wird gleich
besser, wenn man sich nur auf den Chorleiter konzentriert, so Karl. Eine Lanze
brach er auch für moderne Literatur zeitgenössischer Komponisten. Hier hätten
die Chöre eine große Auswahl, an aktueller Chormusik vom Volkslied bis hin zum
Pop.
Nachdem die beiden Chöre der GV Harmonie Daubringen mit Chorleiter Peter
Schmitt hervorragende Interpretationen der klassischen Komponisten Silcher, Schumann,
Mendelssohn-Bartholdy und Häßler zur Eröffnung präsentiert hatten, stand als
Erster der drei Heuchelheimer Ausrichtervereine der gemischte Chor der Germania
Heuchelheim auf der Bühne. Mit dem Sanctus aus der Messe „Missa brevis“ im Satz
von Zdenek Lukas und dem aus dem Walisischen stammenden Stück „Zur Nacht“ mit
Chorleiter Werner Jung machten sie beste Werbung für das gute Renommee der
Heuchelheimer Chormusik. Hier bescheinigte Karl dem Chor eine „sehr gute
Tonart“ und „gutes Tempi“, forderte aber auch die Bass-Stimmen zu mehr Mut bei
der Intonation auf.
Bei den an Freitag bis in den späten Abend von Renate Weber (Teutonia
Heuchelheim) und Edmund Hornitscheck (AGV Heuchelheim) und am Samstag von
Alexandra und Werner Rinn (beide Germania Heuchelheim) moderierten
Beratungssingen nahmen am Freitag noch die Sängerinnen und Sänger von der
Sängervereinigung Staufenberg mit dem gemischten Chor und „Sing a Song“
(Chorleiter Hermann Wilhelmi), Chorona Buseck (Dr. Thomas Kreiling), der Vokal-
und Vorvokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule Wieseck (Kira Petry), Heiterkeit
Annerod (Werner Jung), und GoSpirit vom GV Germania Heuchelheim (Julia Faatz),
Heiterkeit Annerod – „Inspiration“ (Martin Gärtner), Heiterkeit Sängerkranz Großen Buseck „Felicita“
(Jochen Stankewitz), TonArt Cäcilia Nauborn (Joachen Stankewitz), Eintracht
Rodheim Gemischter Chor und „Sing & Swing“ (Rainer Geitl), Eintracht
Watzenborn-Steinberg (Torsten Schön), Bruderkette Beuern (Klaus-Jürgen Grün)
und Eintracht Wieseck (Jörg-Rainer Becker) teil.
Am Samstag schlossen sich die Auftritte des Männer- und Frauenchores des
GV Ruttershausen (Christoph Könitzer), Sängervereinigung Germania Alten-Buseck
(Andreas Czerney), Eintracht Kleinlinden und Intermezzo (Matthias Hampel),
Eintracht-Germania Großen-Buseck (Renate Schygulla), Frauen- und Männerchor
Eintracht Wißmar (Dr. Thomas Kreiling), Eintracht Trohe (Markus Weil), Teutonia
Heuchelheim (Holger Hedrich), Cäcilia Nauborn „Klangkinder“ und „Stave Jumpers“
(Jochen Stankewitz), Sängerlust Oppenrod „Lohwaldlerchen“ (Elke Weber),
Liederkranz Heuchelheim (Berthold Bernhardt), Sängerlust Oppenrod mit Männerchor, „O-Ton“ und Männerquintett „q-Lust“
(Matthias Schulze), Heiterkeit Sängerkranz Großen-Buseck (Bettina Kühn),
Heiterkeit Annerod „Tigerenten“ (Samira Rafei), MGV Burkhardsfelden &
Liederkranz Climbach (Werner Volk) sowie Sängervereinigung Treis „treiStimmig“
(Matthias Schulze) an.
Alle Chöre erhielten vom fachkundigen Publikum viel Applaus und vom
Berater Hans-Joachim Karl neben persönlichen Worten zu ihrem Auftritt auch
schriftlich in den Partituren noch ihre Beratung für die weitere Chorarbeit für
zukünftige Auftritte bei Konzerten und Wettbewerben mit ihren Chorleitern.
SÄNGERKREIS
Gießen forciert musikalische Nachwuchsförderung
LOLLAR, LANDKREIS GIESSEN (rge/ger/rg),
21.02.2011
Die musikalische Nachwuchsförderung steht in diesem Jahr im Mittelpunkt
der Arbeit des Sängerkreises Gießen. Erstmals wird dazu neben dem Kinder- und
Jugendchorsingen mit dem bekannten Kinderliedermacher Fredrik Vahle auf dem Schiffenberg
am Sonntag, dem 5. Juni ein Jugendaktionstag mit dem „Music Day“ in Gießen
stattfinden, teilte die Sängerkreis-Jugendbeauftragte Beate Volbrecht vor mehr
als 70 Delegierten der 39 Mitgliedsvereine in der Jahreshauptversammlung im
Gemeinschaftshaus Ruttershausen in Lollar mit. Zuvor hatten auch der
Vorsitzende Claus Schmidt und der Kreischorleiter Jochen Stankewitz eine
positive Entwicklung des Sängerkreises bilanziert. So wird es auch in diesem
Jahr aufgrund der regen Nachfrage der Sängerinnen und Sänger wieder einen
„Treffen junger Chöre“ geben. Das Chortreffen ist für Samstag, 29. Oktober im
Kulturzentrum in Großen-Buseck geplant.
Neue Wege geht man auch beim jährlichen Einladungssingen aller
Sängerkreischöre. Hier hat man das vorherige „Kritiksingen“ in
„Beratungssingen“ umbenannt. Damit soll die Serviceleistung der Beratung bei
der Chorpräsentation im Gesang und Auftritt für Sängerinnen und Sänger mit
ihren Chorleitern stärker in den Focus gerückt werden, betonten Schmidt und
Stankewitz in ihren Berichten. Als Berater konnte Chordirektor FDB und Mitglied
im Musikausschuss des Hessischen Sängerbundes (HSB), Hans-Joachim Karl aus
Wald-Michelbach geworben werden. Das Beratungssingen wird in diesem Jahr am
Freitag und Samstag, dem 18. und 19. März durch die drei Heuchelheimer Gesangvereine
in der TV-Halle ausgerichtet werden.
Zuvor hatten die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Ruttershausen
unter Leitung von Christoph Könitzer musikalisch die Sängerkreis-Delegierten
unter anderem mit einer deutschen Bearbeitung des Klassikers „Pomp &
Circunstance“ von Edgar Elgar begrüßt. Und auch Lollars Bürgermeister Dr. Bernd
Wiezcorek hatte es sich nicht nehmen lassen, die Chorvertreter aus den
Landkreisen Gießen und Lahn-Dill zu begrüßen und für seine Stadt zu werben.
Nach dem Gedenken an den im vergangenen Jahr verstorbenen Kreischorleiter
Karl-Theo Sames und weitere Sängerinnen und Sänger erinnerte Sängerkreis-Vorsitzender
Claus Schmidt in seinem Jahresbericht
an die Versammlung in Odenhausen im Januar sowie das Beratungssingen in Rodheim
mit dem Chorfachmann Mark Opeskin im März. 1.000 Sängerinnen und Sänger waren
nach Biebertal gekommen. Als „lebendig“ und „zukunftsorientiert“ bezeichnete
Schmidt die Einstellung der Chöre bei ihren Auftritten mit der Präsentation der
sängerischen Vielfalt der Chormusik. An der außerordentlichen
Bundeshauptversammlung des Hessischen Sängerbundes (HSB) nahm man in Gießen
teil. Das Kinder- und Jugendchortreffen fand wieder unter großer Beteiligung
von Besuchern auf der Bühne des Klosters Schiffenberg statt. Als Gäste war man
im Oktober mit Chören beim „Tag der jungen Stimme“ in Waldgirmes beim Solmser
Sängerbund dabei. Darüber hinaus wurden auch weitere Kontaktgespräche mit
benachbarten Sängerbünden um die Zusammenarbeit zu vertiefen geführt. Die Frage
„Ist Einsingen wirklich nötig?“ beantwortete Kreischorleiter Jochen Stankewitz
beim Sängerkreis-Workshop den 50 teilnehmenden Sängerinnen und Sänger im
Sängereck Wißmar mit einem eindeutigen „Ja“, führte Schmidt weiter aus. Von
positiven Rückmeldungen aus den Chören konnte auch Kreischorleiter Jochen
Stankewitz berichten. Er unterstrich das sich seine Kollegen beim vormaligen
„Kritiksingen“ mehr als Berater denn als Kritiker sehen. Wie Mark Opeskin im
vergangenen Jahr mit einer Prise Humor werde auch Hans-Joachim Karl den Chören
beim diesjährigen Beratungssingen in Heuchelheim Tipps und
Verbesserungsvorschläge geben, die bei der Chorarbeit hilfreich sein können. Er
sprach eine Einladung an alle Sängerkeis-Chöre zur Teilnahme aus. 40
Chorgruppen haben bereits zugesagt. Bedauert wurde von ihm, dass auch in diesem
Jahr wieder, wie mit dem Bauerschen Gesangverein Mitgliedschöre ihren
Chorbetrieb einstellen mussten. Allerdings gebe es auch Neugründungen, so der
von Axel Pfeiffer gegründete Chor „Cantamus“ in Gießen sowie die Klangkinder
und Stave Jumpers aus Wetzlar-Nauborn für die der Sängerkreis Gießen attraktiv
sei und die neue Mitglieder geworden seien. Lobenswert war für Stankewitz auch die Bildung eines
Jugendreferats im Sängerkreis mit Beate Volbrecht an der Spitze.
Um die Jugend zu verstehen, sollte man mit ihr sprechen, so Volbrecht.
Dazu wurde eigens ein so genannter Teens-Stammtisch 2010 ins Leben gerufen an
dem mittlerweile bis zu 12 Jugendliche teilnehmen. Der „1. Music Day“ wird am
3. September 2011 an der Ricarda-Huch-Schule Gießen in Zusammenarbeit mit der
Musikschule „Musikplatz“ und der Tanzgruppe „Magic Star“ stattfinden, teilte
sie weiter mit. Es werden dort Workshops von Musikern und Chorleitern für
Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren angeboten werden. Von
einer guten Kassenlage konnte Rechner Bernd Volkmann berichten, dessen saubere Kassenführung
von den Prüfern Thorsten Müller und Dieter Klein hervorgehoben wurde. Nach der
Entlastung gab es Vorstandswahlen, die von Ehrenvorstandsmitglied Werner Weiß
als Wahlleiter durchgeführt wurden. Als neue Vorstandsmitglieder wurden als
Frauenbeauftragte Sabine Bender (Biebertal-Rodheim) und als Beisitzer Daniel
Rac (Buseck-Beuern) neu in den Vorstand gewählt. Mit allesamt einstimmigen
Voten wurde in ihren Ämtern als 1. Vorsitzender Claus Schmidt, 2. Vorsitzender
Karl Schmidt, 1. Rechner Bernd Volkmann, 2. Rechner Manfred Wilhelm, 1.
Schriftführer Reinhold Götz, 2. Schriftführer Ernst Schöffmann, 1.
Kreischorleiter Jochen Stankewitz, 2. Kreischorleiter Thomas Kreiling, Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit Roger Schmidt, Jugendwart Beate Volbrecht sowie als
bestehende Beisitzer Irina Gilberg, Margot Jany-Milicevic und Jürgen
Thiele bestätigt.
Claus Schmidt teilte am Ende der Versammlung noch mit, dass
die Jahreshauptversammlung und das Beratungssingen im kommenden Jahr 2012 in
Wißmar und im Jahr 2013 in Großen-Buseck stattfinden werden. Für 2014 hat sich
bereits der Gesangverein Eintracht Watzenborn-Steinberg als Ausrichter in
seinem 145. Gründungsjahr für die beiden Sängerkreis-Veranstaltungen
angemeldet.
Vertreter
der Mitgliedschöredes Sängerkreises Gießen treffen sich zur Jahresversammlung
in Ruttershausen
LANDKREIS GIESSEN (rg/ger), 14.02.11
Die Vertreter aus 68 Chören in den 39 Mitgliedsvereinen des
Sängerkreises Gießen treffen sich am Sonntag, dem 20. Februar 2011 um 9.30 Uhr
im Lollarer Stadtteil Ruttershausen im Gemeinschaftshaus, Lilienweg zu ihrer
Jahreshauptversammlung. Neben den Jahresberichten stehen Vorstandswahlen sowie
die bevorstehenden Sängerkreis-Termine mit unter anderem dem
Kreiswertungssingen in Heuchelheim am 18. und 19. März auf der Tagesordnung,
kündigt Sängerkreis-Vorsitzender Claus Schmidt an. Ausrichter der
Mitgliederversammlung des Sängerkreises Gießen ist in diesem Jahr der
Gesangverein Ruttershausen.
Einsingen
- Ominöser Schnickschnack?
Sängerkreis
Gießen lädt zum Seminar zum Thema Stimmbildung
LANDKREIS GIESSEN (rge/ger/rg), 08.09.2010
Manche Sängerinnen und Sänger rollen die Augen, wenn der Chorleiter zum
Einsingen die Töne vorgibt. Für manche Chorsänger ist dass alles ominöser
künstlerischer Schnickschnack, für andere wiederum ein gutes Instrument zur
Klangverbesserung im Chor. Der Chorleiter Jochen Stankewitz wird in einem
Workshop des Sängerkreises Gießen, das sich an alle Chorleiter, Sängerinnen und
Sänger richtet, mit negativen Vorurteilen aufräumen.
Am Samstag 23. Oktober von 10 bis 16 Uhr sind interessierte Frauen und
Männer in die Gaststätte „Sängereck“ nach Wißmar eingeladen, um zu lernen, wie
gezielte Arbeit an der Stimme zu einem besseren klanglichen Ergebnis und
Erlebnis der Stimme führt und sich damit der Chorklang verbessern lässt. Neben
klassischen Einsingübungen und geeigneter Chorliteratur gibt der
Kreischorleiter des Sängerkreises Gießen Tipps für einen physiologisch gesunden
Stimmgebrauch. Stankewitz ist erfolgreicher Chorleiter heimischer Chöre und
gewann mit diesen unter anderem den 1. Preis des Ministerpräsidenten beim
Hessichen Chorfestival 2008 und den 3. Preis beim Internationalen
Harmoniefestival Lindenholzhausen. ER sit Mitglied im Bundesmusikausschuss des
Hessischen Sängerbundes und in der Chorjugend aktiv. Die Teilnahmegebühr
beträgt 20 Euro pro Verein. Anmeldung nimmt Sängerkreis-Vorsitzender Claus
Schmidt unter Telefon 0641/62218 oder per Mail vorsitzender@saengerkreis-giessen.de
entgegen.
WM-Feeling
beim Kinderchorsingen auf dem Schiffenberg
GIESSEN/LANDKREIS GIESSEN (rge/ger/rg), 27.06.10
Bei dem Hit der Fußballweltmeisterschaft 54, 74, 90, 2010 den die Kinder
der Germinis Alten-Buseck unter Leitung von Daniel Kaiser sangen, kam am
Samstag im Hof des Kloster Schiffenberg ein Stück weit auch Fußballbegeisterung
auf. Die vielen Besucher an diesem herrlichen Sommertag klatschten dabei
kräftig mit und verpassten damit bewusst
auch den Anpfiff zum ersten WM-Achtelfinalspiel an diesem Nachmittag.
Beim Kinderchorsingen der Sängerkreis Gießen auf dem Giessener Hausberg, das
dort schon zu einer schönen Tradition gehört, gehörte die Bühne dem
Sängernachwuchs mit den Kindern und Jugendlichen. Die neun teilnehmenden
Kinder- und Jugendchöre hatten dazu für das Publikum eine schöne Mischung
bekannter deutscher und internationaler Hits, Volkslieder und Evergreens mitgebracht.
Sängerkreis-Vorsitzender Claus Schmidt freute sich in seiner Begrüßung,
dass viele Besucher gekommen waren und damit dem Chornachwuchs eine solche
einzigartige öffentliche Plattform boten. Er richtete dabei auch die Grüße von
Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz aus, die verhindert war. Nach
der Eröffnung des Chorreigens mit dem Kinderchor Liederbrücke Heuchelheim unter
Leitung von Andreas Stein, die unter anderem Nenas „99 Luftballons“ begeistert
anstimmten, gehörte die große Bühne im Schiffenberg-Hof dem Kindchor
Lohwaldlerchen aus Oppenrod. Sie sangen lustige Hexenlieder, so unter anderem
von der „Hexe Wackelzahn“. Aus dem Musical „Knasterbax und Siebenschütz“
erzählten die Burgspatzen und der Jugendchor aus Staufenberg ebenfalls mit Chorleiterin
Elke Weber musikalisch eine spannende Geschichte vom Schutzmann und dem Räuber.
Der Vokalkreis und Vorvokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule Gießen-Wieseck,
dirigiert von Kira Petry und am Klavier begleitet von Roland Schmiedl, zeigte
in den beiden Auftritten dann ihr ganzes chorisches Spektrum. Stimmte der
Vokalkreis zunächst Silchers spielerische Komposition „Süß Liebe liebt den Mai“
wurde danach aber auch ein flotter ABBA-Klassiker mit „Money, money, money“
gesungen. „Dancing Queen“ der schwedischen Popgruppe intonierten auch der
Vorvokalkreis mit choreografischen Einlagen. Das bekannte israelische Volkslied
„Hevenu shalem alejchem“ schloss ihren internationalen Teil, der mit Schindlers
„Gutenachtliedchen“ und der Humoreske „Es sitzt ein Vogel auf dem Leim“
begonnen hatte. Nach den Germinis aus Alten-Buseck die unter anderem Hits von
Rosenstolz, Sportfreunde Stiller, Xavier Naido mit kindlicher Leichtigkeit und
Begeisterung interpretiert hatten, folgten die Junior Singers der
Eintracht-Trohe unter Leitung von Eva Schlotter. „Sei doch mal Pirat“ war ihre
Augenzwinkernde gesangliche Aufforderung. Die Grundschulchöre aus Wißmar und
Krofdorf sowie die Young Voices der Sängervereinigung Germania-Eintracht Wißmar
bildeten beim Kinderchorsingen den gelungenen Abschluss eines schönen
Nachmittags im Rahmen des musikalischen Sommers auf dem Schiffenberg. „We are
the world“ sangen die Young Voices unter Leitung von Christa Lißel zum Finale
und hatten damit wohl recht. Dem chorischen Nachwuchs des Sängerkreises Gießen
gehört ohne Frage die Zukunft und damit die Welt. Mit viel Applaus wurden alle
jungen Sängerinnen und Sänger der neun Teilnehmerchöre verabschiedet. Am Ende
gab es für jeden Chor eine Teilnahmeurkunde und eine kleine finanzielle
Unterstützung für die weitere erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit.
Kritiksingen des Sängerkreises
Gießen in Rodheim
1.000 Sänger warben
für schöne Chormusik – Lettischer Kritiker gab Tipps
LANDKREIS GIESSEN/BIEBERTAL-RODHEIM-BIEBER (rge/ger/rg), 21.03.2010
Den gerade richtigen
musikalischen Einstieg zum kalendarischen Frühlingsanfang fanden die
Sängerinnen und Sänger vom gemischten Chor Eintracht Rodheim-Bieber mit dem
Volkslied „Draußen im Garten“ im Satz von Uwe Henkhaus am Wochenende beim
Kreiswertungssingen des Sängerkreises Gießen in dem Biebertaler Gemeindeteil.
Unter Leitung von Chorleiter Rainer Geitl stellte sich auch der Eintracht-Chor
„Sing and Swing“, wie insgesamt 1.000 Sängerinnen und Sänger in 34 Chorgruppen in
den Männer-, Frauen-, Gemischten, Jugend- und Kinderchören aus den
Mitgliedsvereinen des Sängerkreis Gießen, der Kritik des Chormusikers und
Dirigenten Mark Opeskin aus Neu-Anspach. Gastgeber des Sängertreffens waren die
Frauen und Männer der Eintracht 1863 und die Gesangsabteilung der SKG in
Rodheim, die die Bühne im Bürgerhaus hübsch mit Blumen geschmückt und die
vielen Chorgäste aus weiten Teilen Mittelhessens freundlich willkommen hießen.
Das abwechslungsreiche Musikprogramm, das von Volkslied und Klassik bis hin zu
Pop und Gospel reichte, moderierten abwechselnd und souverän Hans-Albert Bender
und Manfred Mandler von den Rodheimer Gastgebervereinen.
Nach der
Begrüßung der Sängerinnen, Sänger und Zuhörer, erinnerte Sängerkreis-Vorsitzender
Claus Schmidt im Bürgerhaus an den ehemaligen, vor wenigen Tagen kurz vor
seinem 60. Geburtstag verstorbenen Kreischorleiter des Sängerkreises Karl-Theo
Sames aus Watzenborn-Steinberg. Er habe die positive Entwicklung des
Sängerkreises auch als Ideengeber beim Kinderchorsingen und Kritiksingen
maßgeblich mit beeinflusst, sagte Schmidt. Für einen Augenblick des Innehaltens
und Gedenkens an den Musiker, Chorleiter und Menschen Sames wurde es still im
Bürgerhaus. Mark Opeskin war es dann
vorbehalten, sich den Chorsängern vorzustellen und die Bühne frei zu geben. Das
Mitglied im Musikausschuss des Hessischen Sängerbundes ist neben seiner
Tätigkeit als Kreischorleiter im Hochtaunuskreis auch Dozent an der
Chorleiterschule in Frankfurt. Der gebürtige Lette ist neben seiner Arbeit mit
vielen deutschen Chören auch als gefragter Gastdirigent im Ausland aktiv, so in
Australien, Kanada, England, Lettland und Schweden. In einem Chor zu Singen
bedeute Freude, erläuterte er im Gespräch und warb für das Hobby „Singen“. So
sind für ihn Ausdruck, Inhalt und individuelle Choreografie wichtige Punkte,
auf die er in seiner Chorarbeit mehr als auf die Technik achte, bekannte er. So
lobte er auch gleich zu Beginn den Auftritt des gemischten Eintracht-Chores aus
Rodheim. Dem Dirigenten Rainer Geitl bescheinigte er eine hervorragende Arbeit.
Die Aussprache sei das aller wichtigste bei der Vokalmusik, verdeutlichte er,
denn die Zuhörer sollen wissen was gesungen wird. Als Tipp für den Chor
notierte er die weitere Arbeit an der Tonreinheit. So wurden die positiven
Aspekte hervorgehoben und Hinweise, ohne den erhobenen Zeigefinger, für die
weitere Chorarbeit von Opeskin an alle folgenden Chöre verteilt. So hielt er
auch beim Sing und Swing-Chor der ausrichtenden Eintracht Rhythmik für „sehr in
Ordnung“, empfahl aber die Präsenz der Bass-Stimmen zu reduzieren. Der Auswahl
der Musikstücke mit den Titeln „Vom Küssen“ (Uwe Henkhaus) und „Joyfully Sing“
(Linda R. Spevacek) notierte er als sehr schön. In der offenen Wertung gab es
so auch für jeden Chor gut gemeinte Ratschläge und einiges an Lob.
Nach den
Auftakt mit den beiden Rodheimer Eintracht-Chören stellten sich am Freitagabend
der gemischte Chor und „Sing a Song“ der Sängervereinigung Staufenberg
(Chorleiter Hermann Wilhelmi), von der Germania Heuchelheim Go Spirit (Julia
Faatz), der Eintracht-Germania Buseck (Renate Schygalla), der Harmonie
Daubringen (Peter Schmitt) und der
Vokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule Gießen-Wieseck (Kira Petry) dem Kritiker.
Im zweiten Teil des Freitag traten dann die Sängerinnen und Sänger der Chöre
Germania Alten-Buseck (Andreas Czerney), Chorona Buseck (Dr. Thomas Kreiling), Bauerscher Gesangverein Gießen
(Hermann Jung), Sängervereinigung Treis Männerchor und treiStimmig (Matthias
Schulze), Heiterkeit Annerod Inspiration (Martin Gärtner), Frauenchor Cresendo
und Männerchor der Eintracht Wieseck (Jörg Rainer Becker), Einigkeit-Harmonie
Reiskirchen (Werner Bohm) und zum wohlklingenden Abschluss dieses ersten Abends
die Chorifeen des Gesangverein Eintracht Watzenborn-Steinberg (Torsten Schön)
auf.
Am Samstag
bewertete Mark Opeskin die jeweils beiden Liedauftritte der Eintracht Trohe
(Markus Weil), Eingkeit-Harmonie Reiskirchen (Werner Bohm), Germania
Heuchelheim (Werner Jung), Polyhymnia Liederkranz Beuern (Reiner Sommerlad),
Teutonia Heuchelheim (Holger Hedrich), Eintracht Kleinlinden (Matthias Hampel),
die Sängerlust Oppenrod mit Männerchor sowie gemischten Chor O-Ton und Männerquintett
Mikrolust (Matthias Schulze) und Kinderchor Lohwaldlerchen (Elke Weber), Heiterkeit-Sängerkranz
Großen-Buseck (Bettina Kühn), Chorgemeinschaft MGV Burkhardsfelden und
Liederkranz Climbach (Werner Volk), Eintracht Watzenborn-Steinberg (Hubertus
Weimer) sowie von der Sängervereinigung Eintracht-Wißmar (Dr. Thomas Kreiling) der Männer-, Frauenchor und der
Gemischte Chor „Vocal Pur“.
Werbung
für den Chorgesang bildeten alle Auftritte allemal. Mit beispielsweise den
Titeln „la-le-lu“ (Heino Gaze), das Lied von der „Martinsgans“ (Richard Rudolf
Klein), dem Klassiker „Unter der Linde (Matthieu Neumann) oder moderne
Kompositionen wie „Die Techno-Mühle“ (Carsten Gerlitz), „Tears in Heaven“ (Eric
Clapton) sowie angesagte Chart-Hits, wie
„Poker Face“ boten einiges an musikalischer Abwechslung und choreografischer Überraschung
für die Zuhörer an diesen beiden Tagen. Wie sagte zu Beginn Mark Opeskin:
„Chorgesang macht Spaß“ und den hatten Zuhörer und Chöre auf jeden Fall an
diesem Wochenende in Rodheim beim Kritiksingen des Sängerkreises Gießen. Der
Sängerkreis Gießen im Internet unter www.saengerkreis-giessen.de.
Delegierten des Sängerkreises Gießen
bestätigen Führung
Jugendtreffen
in Planung – Viel Erfolg mit jungen Chören
LOLLAR,
ODENHAUSEN (rge/ger/rg), 21.02.2010
Mit dem
Schlager der Gruppe Wind „Für alle hier, die den Regenbogen auch im Dunkeln
sehen“ begrüßten die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Liederkranz
Odenhausen mit ihrem jungen Chorleiter Daniel Kaiser an der Spitze die
Delegierten aus den Mitgliedschören des Sängerkreises Gießen. Am frühen
Sonntagmorgen in der Mehrzweckhalle des Lollarer Stadtteils Odenhausen freute
sich Vorsitzender Claus Schmidt nach diesem gelungenen chorischen Einstieg,
dass trotz winterlicher Straßenverhältnisse mehr als 60 Vertreterinnen und
Vertreter der 68 Chöre der 39 im Sängerkreis zusammengeschlossenen
Gesangvereine gekommen waren, um zu hören was es neues in der Sängerbewegung des
Landkreises Gießen gibt. Bei den Vorstandswahlen, die Ehrenvorsitzender Werner
Weiß leitete, wurden Vorsitzender Claus Schmidt, sein Vertreter Karl Schmidt und
auch alle bisher amtierenden Vorstandskollegen allesamt einstimmig in ihren
Ämtern bestätigt. In den Berichten ging Schmidt und Kreischorleiter Jochen
Stankewitz auf erfolgreiche Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. Ein
schönes Ereignis war auch für den Sängerkreis die Verleihung der Auszeichnung
„Felix“ des deutschen Chorverbands an den Kinderchor „Singende Wölfe“ in
Reiskirchen, die der Sängerkreis-Vorsitzende noch im Dezember verleihen konnte.
Genesungswünsche übermittelte Schmidt im Namen der Chöre dagegen dem langjährigen
ehemaligen Kreischorleiter Karl-Theo Sames, der schwer erkrankt ist.
In seiner Grußbotschaft
hob der Lollarer Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek die Arbeit der Gesangvereine
vor den Delegierten als wichtige Integrationskräfte der deutschen Gesellschaft hervor.
Die Vereine sollten in ihrer Arbeit nicht nachlassen, dafür mache er ihnen Mut,
unterstrich der Lollarer Kommunalpolitiker. Dies unterstrichen alleine 1.100
Sängerinnen und Sänger in ihren Chören, die an zwei Tagen im März vergangenen
Jahres am Kritiksingen in Oppenrod teilgenommen hätten, berichteten Schmidt und
Stankewitz gleichlautend. Dank ging hier besonders an die gute Organisation
durch den ausrichtenden GV Sängerlust Oppenrod mit Dr. Martin Kauer und Michael
Blöcher an der Spitze. Mit Chorleiter Jens Röth war es zudem gelungen einen
ausgewiesenen Fachmann zu verpflichten, der den Teilnehmerchören mit seiner
Kritik faire fachlich und sachlich begründete Hinweise für ihre weitere
Chorarbeit vermittelte, aber auch nicht beim Lob sparte, resümierten sie. Kreischorleiter
als auch Vorsitzender attestierten Röth eine gute Arbeit. Schmidt notierte auch
positiv, dass immer mehr Zuhörer aus den Chören den anderen Sängern bei ihren
Vorträgen mit Respekt zuhören. Die musikalische Vielfalt und die Art der
Präsentationen waren für Schmidt weiterer Beweis, dass der Chorgesang trotz
vieler Unkenrufe auch in Zukunft einen hohen Stellenwert besitzen werde. Im
weiteren Jahresverlauf nahmen Sängerkreis-Vertreter an der Bundeshauptversammlung
des Hessischen Sängerbundes teil. Dort gab es einen Führungswechsel, bei dem
Claus Peter Blaschke den langjährigen Präsidenten Gerd Jürgen Raach als
Vorsitzenden ablöste, berichtete Schmidt.
Am 6. Juni fand das Kinder- und Jugendchortreffen im Kloster
Schiffenberg statt. Informationen rund um das Vereins-, Steuer und
Versicherungsrecht gab es im Juli durch den Rechtsanwalt und Justitiar des
Hessischen Sängerbundes und des Deutschen Chorverbandes Malte Jörg Uffeln und
dem Diplom-Betriebswirts Jens Ott in Watzenborn-Steinberg. Glanzlicht des
Jahres und „tolle Werbung für den Chorgesang“ war dann am 25. Oktober das
Konzert junger Chöre unter dem Titel „Chor und Comedy“ in der Volkshalle
Waztenborn-Steinberg. Ausrichter war dort der Mitgliedsverein des GV Eintracht,
der im Rahmen seines 140. Gründungsjahres die Sonntagveranstaltung mit ihrem
damaligen Vorsitzenden Volker Tunkel perfekt
organisiert hatte, lobte Schmidt. Er dankte am Ende seines Berichts den
Vereinen, für die Teilnahme an der Rundfrage-Aktion „Zukunft“. Kein Interesse
gab es am Projektchor „Senioren“ im Sängerkreis, das eingestellt wurde. Mit der
„Werbung für ältere Chöre“ sei auch wohl der neue HSB-Präsident Blaschke etwas
weit von der Basis entfernt, zeige das Ergebnis so Schmidt. Dank ging von ihm
an Vorstand und die beiden Kreischorleiter Jochen Stankewitz und Dr. Thomas Kreiling für die kollegiale Zusammenarbeit im
vergangenen Jahr.
Kreischorleiter Jochen Stankewitz kündigte für das am 19. und 20. März im
Bürgerhaus Rodheim-Bieber als Kritiker, das Mitglied des HSB-Musikausschusses Mark
Opeskin an. Großes Lob gab es von ihm für die acht Chöre und das Duo Faberhaft
Guth beim Konzert „Chor und Comedy“ im vergangenen Jahr. Er plädierte für eine
erneute Auflage. Werbung machte er für eine
Sängerkreis-Fortbildungsveranstaltung am 23. Oktober 2010 im „Sängereck
Wißmar“. Dort werden unter seiner Leitung die stimmbildnerischen Aspekte der
Chorarbeit unter der Fragestellung „Ist Einsingen wirklich nötig?“ beleuchtet
Die Deutsche Chorjugend lädt am 2. Oktober zu „Singen bewegt“ ein und
veranstaltet am 17. und 18. April in Darmstadt das Jugendchorstudio. Ein
Casting für talentierte jugendliche Sängerinnen und Sänger zur Teilnahme am
Deutschen Jugendkammerchor findet am 26. April in Frankfurt statt, informierte
er.
Bei dem sich anschließenden Kassenbericht konnte Rechner Bernd Volkmann von
guten Zahlen berichten. Auf Empfehlung von Prüfer Gerhard Kirchner erteilte die Versammlung Entlastung. Dieter
Klein, Thorsten Müller und als Ersatz Jürgen Schäfer werden im kommenden Jahr
die Kasse prüfen.
In den Vorstandswahlen kam es zu folgenden einstimmigen Ergebnissen:
1.Vorsitzender: Claus Schmidt
2.Vorsitender:
Karl Schmidt
1.
Kassenwart: Bernd Volkmann
2.
Kassenwart: Manfred Wilhelm
1.
Schriftführer: Reinhold Götz
2.
Schriftführer: Ernst Schöffmann
1.
Kreischorleiter: Jochen Stankewitz
2.
Kreischorleiter: Dr. Thomas Kreiling
Presse/Öffentlichkeitsarbeit:
Roger Schmidt
Jugendvertreterinnen:
Beate Volbrecht und Irina Gilbert
Beisitzer:
Margot Jany Milicevic, Jürgen Thiele
Erhard Gans
schied aus eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus und wurde von Schmidt gewürdigt.
Schmidt
informierte noch die Delegierte über das bevorstehende Kreiswertungssingen am
19. und 20. März in Rodheim Bieber, das Kinderchorsingen am Samstag, 26. Juni
um 15 Uhr auf dem Schiffenberg sowie an den SK-Workshop am 23. Oktober in
Wißmar und rief zur Teilnahme auf. Im Jahr 2011 wird die Jahreshauptversammlung
voraussichtlich am 20. Februar in Ruttershausen stattfinden. Die Heuchelheimer
Gesangvereine sind Gastgeber des Kreiswertungssingen am 19. und 20. März 2011. Im
Jahr 2012 ist dann die Sängervereinigung Germania-Eintracht Wißmar Ausrichter
von Jahreshauptversammlung und Kreiswertungssingen. Am Ende der Sitzung appellierte
Claus Schmidt an die Verantwortlichen der Kreisvereine neue Vorsandskandidaten
zu benennen. Der Sängerkreis benötigt neue Gesichter und Ideen, für die
Zukunft. Dafür steht auch die Sängerkreis-Jugend, für die Beate Vollbrecht noch
ein erstes Jugendtreffen für dieses Jahr ankündigte.
Sängerkreis Gießen lag mit Chor
& Comedy Goldrichtig
Vier
Stunden beste Stimmung mit 10 Chören plus Comedy-Duo Faberhaft Guth
POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG
(rge/ger/rg), 25.10.09
„We are the
champions“ sangen zum Ende des Sängerkreis-Konzertes junger Chöre unter dem
Motto „Chor & Comedy“ das Publikum im Saal und die Sängerinnen und Sänger
von „Vocal Pur“ aus Wißmar auf der Volkshallenbühne in Watzenborn-Steinberg
gemeinsam bei deren Queen-Medley. Damit
feierten sie eine fulminante Chorrevue mit insgesamt 10 jungen Chören, allesamt
aus den eigenen Reihen des Sängerkreises Gießen. Die Sängerinnen und Sänger
präsentierten dabei vor über 500 Zuhörern, die ganze Bandbreite moderner
Chormusik. Das Sahnehäubchen der vier Stunden bester musikalischer
Unterhaltung, setzten am Ende das Comedy-Duo „Faberhaft Guth“, das die
Konzertbesucher in der Halle noch einmal so richtig zum Lachen brachte. Mit dem
Konzept, herzerfrischende moderne Chormusik und Humor miteinander zu verbinden,
lagen die Verantwortlichen des Sängerkreisen Gießen und die ausrichtenden Sängerinnen
und Sängern vom Gesangverein Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg Goldrichtig. Bereits
vor drei Jahren hatte der Sängerkreis Gießen in Heuchelheim erstmals ein
Konzert junger Chöre erfolgreich veranstaltet.
„Ein
furioser Auftakt!“, freute sich Sängerkreis-Vorsitzender Claus Schmidt in
seiner Begrüßung, über den Eröffnungsauftritt der Eintracht-Chorifeen vom
Ausrichterverein mit Chorleiter Torsten Schön. Sie hatten zu Beginn die Gäste
mit dem Jütländischen Tanzlied „Gut`n Abend euch allen“ musikalisch begrüßt.
Neben dem lateinischen „Ubi caritas“ und dem schwedischen Song „Lenas sång“
sangen sie sich beim südafrikanischen Gospelsong „Yakanaka Vhangeri“ mit
Rhythmus und ihrem harmonischen Chorklang in die Herzen der Zuhörer. Moderiert
wurde der Abend von Susanne Sommer, die die Chöre und ihrer Musik auf lockere
Art und Weise vorstellte. Eintracht-Vorsitzender Volker
Tunkel vom Ausrichterverein, dankte den Chören für ihr Kommen
und erinnerte in seinen Grußworten die Vereine an das aktuell laufende Jubiläumsjahr
zum 140. Eintracht-Geburtstag. Es gebe kein schöneres Hobby, als mit der Stimme
im Chor Musik zu machen, warb er für den Chorgesang. „Mein kleiner grüner Kaktus“ sang dann der
Projektchor des GV Eintracht Trohe mit Markus Weil am Taktstock. Das
amerikanische Volkslied „Shenandoa“ gehörte zum Repertoire das „treiStimmig“ von
der Sängervereinigung Treis mit Chorleiter Matthias Schulze aufführte. Albert
Hammonds Hit „One Moment in time“ war ein Teil der Chorstücke von „Sing a Song“
der Sängervereinigung Staufenberg unter dem Dirigat von Hermann Wilhelmi.
Hessische Mundart, modern vertont in Barbershop-Melodien, war dann unter
anderem vom Männerquintett Mikrolust der Sängerlust Oppenrod mit Dr. Martin
Kauer zu hören. „Diesel im Bloud“ und „Woan de Muu nochts iwwer de Waald steid“
so zwei ihrer fünfstimmig vorgetragenen Mundartlieder. „Der Mörder ist immer
der Gärtner“ wusste schon der Barde Reinhard Mey und auch O-Ton der Sängerlust
Oppenrod intoniere den Titel in flottem Tonsatz. „Sing mal wieder“ von den Wise
guys und „Lollipop“ gehörten zur Musikauswahl der Sängerinnen und Sänger von
GoSpirit des GV Germania Heuchelheim, die mit Dirgentin Julia Faatz gekommen
waren. Mit der Chorpremiere des aktuellen Coldplay-Hit „Viva la vida“ brachte
die Chorona Buseck unter Leitung von Dr. Thomas
Kreiling den ganzen Volkshallen-Saal zum Mitklatschen. Instrumentale
Musikeinspielungen gehören dabei immer öfter bei der Chormusik zu einem neuen
Element, war zu beobachten. „Engel“ von den Rammstein-Rockern war ein weiteres
Beispiel von progressiver Chormusik, die in punkto in Dynamik und Intonation
gerade junge Chorsänger begeistert. Einen „Parkplatzregen“ zauberten hingegen
„TonArt Cäcilia“ aus Nauborn von Kreischorleiter des Sängerkreises Jochen
Stankewitz auf die Bühne. Zwei Hitgiganten und zwar den „Bee Gees“ und „Queen“
setzten dann Vocal Pur von der Sängervereinigung Germania-Eintracht Wißmar ihr
chormusikalisches Denkmal. Hit auf Hit der Pop- und Rockgrößen wurden in
Medleys vorgetragen, die neben gesanglichen auch choreografische Fähigkeiten
von den Sängerinnen und Sänger abverlangten. Das Publikum war begeistert, sang
und klatschte mit. Als dann die beiden Chöre von Dr. Thomas
Kreiling, die Chorona Buseck und Vocal pur Wißmar, gemeinsam den Hit aus dem
Zeichtrickmusical „Der Prinz von Ägypten“ „When you believe“ anstimmten, waren
Zuhörer und Chöre in bester Stimmung. So wurden alle 10 Chorgruppen kräftig bei
ihren Auftritten mit viel Applaus gefeiert. Das Comedy-Duo Faberhaft Guth traf
demnach auch im Anschluss an die Chormusik auf ein gutgelauntes Publikum. Martin
Guth als Motivator aus dem Vogelsberg, Dietrich Faber als Stimmbildner Schmitz
und Herbert Grönemeyer oder beide gemeinsam in Pilcher-Verfilmungen waren
bestens aufgelegt, so dass beim Publikum auch nach fast vier Stunden Nonstop
„Comedy & Chor“ kein Auge trocken blieb. So gab es allseits nur lachende
und glückliche Gesichter und beste Werbung für den Chorgesang an diesem Sonntagabend
im Hans-Weiß-Saal der Volkshalle Watzenborn-Steinberg.
Fortbildungsveranstaltung beim Sängerkreis
Gießen
POHLHEIM,
WATZENBORN-STEINBERG (rge/ger/rg), 20.06.09
Rund um die
Themen „Vereinsrecht, Vereinssteuerrecht und Dienstvertragsrecht für Chöre“
ging es am Samstag im Gasthaus „Grüner Baum“ in Watzenborn-Steinberg. Der
Sängerkreis Gießen hatte dazu interessiere Vertreter seiner Mitgliedsvereine zu
einem Fortbildungsseminar eingeladen. 30 Zuhörer aus den Kreisvereinen hörten
dann auch dem Vortrag des Referenten, dem Justitiar des Hessischen Sängerbundes
und des Deutschen Chorverbandes Jörg Malte Uffeln, gespannt zu. Der Jurist
verstand es dabei ausgezeichnet, das „trockene“ Thema den Zuhörern, unterhaltsam
und plastisch und mit vielen Beispielen seiner langjährigen Berufslaufbahn
unterlegt, in seinem dreistündigen Referat sehr verständlich nahe zu bringen.
Ausführlich ging er in der folgenden lebhaften Diskussion zwischen den
einzelnen Abschnitten immer wieder direkt auf die Fragen der Teilnehmer ein und
beantwortete diese ausführlich. Dabei wurde von ihm insbesondere auf die Mittelandlage
der Vereinsvermögen hingewiesen, die nach den neuesten Richtlinien zeit- und
zweckgebunden verwendet werden müssen. Aufgrund vieler Gesetzesänderungen und
Rechtsverordnungen im Vereinsrecht, war das Dargebotene für alle Teilnehmer
eine Bereicherung ihres Wissensschatzes und eine wichtige Grundlage für die
weitere Vereinsarbeit. Nach der Mittagspause erwartete die Teilnehmer dann noch
ein Vortrag des Dipl.-Betriebswirts Jens Ott vom HDI-Gerling-Konzern zum Thema
„Gruppenunfallversicherung beim HSB und PKW-Einsatz der Vereinsmitglieder“. Hier
kam der Hinweis, dass bei den Vereinen die Versicherung nur Personenschäden
abdeckt, aber in der Regel nicht Sachschäden, wie bei PKW. Hierzu müsse der
Verein eine separate Versicherung abschließen, erläuterte Ott. Beide Referenten
überließen den Teilnehmern noch umfangreiche Unterlagen zum späteren
Nachstudium.
Kreiswertungssingen des Sängerkreis Gießen in Oppenrod
Kritiker Jens Röth zufrieden mit den 1.100 Sängerinnen und Sängern
Alt und junge Sänger bewiesen Stimme
BUSECK,
OPPENROD (rge/ger/rg), 28.03.09
Jens Röth,
Musikdirektor im Fachverband deutscher Berufschorleiter (FDB) aus Löhnberg und
in diesem Jahr Kritiker beim Kreis-Wertungssingen des Sängerkreises Gießen, war
sichtlich angetan, was die 1.100 Sängerinnen und Sänger in den 34 teilnehmende
Chören am Wochenende in der Rahberghalle in Oppenrod an chorischen Leistungen
präsentierten. Sekundiert von den beiden Sängerkreis-Vorsitzenden Claus und
Karl Schmidt sowie den Kreischorleitern Jochen Stankewitz und Dr. phil. Thomas Kreiling hatte er am Freitag und Samstag in
insgesamt mehr als 10 Stunden, die Auftritte der Männer-, Frauen-, Gemischten
Chöre sowie Kinder- und Jugendchöre zu bewerten. Dynamik, Tonreinheit,
Intonation, Rhythmik und Präsentation der Chöre beobachtete er genau und gab
anschließend seine mündliche Bewertungen und Hinweise ab. Das alles ohne den
erhobenen Zeigefinger, viel mehr mit ehrlichen Anregungen und
Verbesserungsvorschlägen. Er sparte auch nicht mit Lob für überaus gelungene
Auftritte. Perfekt organisiert hatte dass jährlich stattfindende große Chortreffen
der Sängerkreischöre als Ausrichter, die
Mitglieder des Gesangverein Sängerlust Oppenrod. Anmoderiert wurden die
Vorträge der Chöre von Sängerlust-Vorsitzenden Martin Kauer und seinem
Vertreter Michael Blöcher.
Nach der
Begrüßung von Claus Schmidt, überbrachte der Busecker Bürgermeister Erhard
Reinl die besten Wünsche seitens der Gemeinde an die teilnehmenden Chöre. Den
Gastgebern vom GV Sängerlust Oppenrod gehörte zunächst mit dem Männerchor, dem
gemischten Chor O-Ton und dem Männerquintett „Mikrolust“, allesamt unter
Leitung von Matthias Schulze, die Bühne. Hatte sich der Männerchor bekanntes
deutsches Liedgut mit dem Volkslied von Matthieu Neumann „Unter der Linde“ und
dem Mendelssoh-Barhtoldys Kirchenstück „Ich hebe meine Augen auf“ ausgesucht,
so waren bei O-Ton die zeitgenössischen internationalen Stücke „An Irish
blessing“ und dem flotten „Daydream Lullaby“ zu hören. Die fünf
Mikrolust-Stimmen hatten anspruchsvolle Literatur mit „Bruder Nacht“ (Robert M.
Helmschrott) und dem Stück „Uti vår hage“, des schwedischen Komponisten Hugo
Alfvén ausgesucht. Nach den zwei Stücken der Chöre analysierte Kritker Rödt in
ruhiger und sachlicher Atmosphäre, die Auftritte und Darbietungen. „Gute
Anlagen, gut gefallen.“, so sein Gesamteindruck des Männerchores. Atmung und
ein offener Lippenraum für klare Vokale, gab er den Sängern um Chorleiter
Schulze als Tipps mit auf den Weg in die Probenarbeit. Bei O-Ton lobte er den
leichten, luftigen Klang und die Aussprache. „Sehr gut.“, so sein Gesamturteil.
Chor auf Chor wurde so von ihm mit Tipps, Lob für den ganz persönlichen Stil
der Chöre gegeben. Individuell und auf Art und Neigung der Chöre abgestellt. Viel
Freude hatten die zahlreichen Chorfreunde, die das Kritiksingen mitverfolgten.
Die Auswahl an Musik war so vielfältig, wie die der Chöre mit jungen und reifen
Sängerinnen und Sängern. So wurden bekannte Volkslieder, wie beispielsweise
„Der frohe Wandersmann“ (Mendelssohn-Bartholdy), „Das Morgenrot“ (Rudolf
Pracht) und das beliebte „Horch was kommt von draußen rein“ neben Popsongs, wie
dem „Killing me softly“, „Only time“ oder „And so it goes“ vorgetragen. Schön
an zu hören und zu sehen, war auch der jüngste Chornachwuchs im Sängerkreis
Gießen. Die Kinder des Kindergartenchores „Pusteblume“ und die „ Lohwaldlerchen“
aus Oppenrod, beide unter Leitung von Elke Weber, waren mit viel Spaß und heller
Stimme bei der Sache. Für Fredriks Vahles „Paule Puhmanns Paddelboot“ und dem Evergreen
„Die Antwort weiß ganz allein der Wind“, gab es für die Nachwuchschöre viel
Applaus und Lob von Rödt. Auch Kinder- und Jugendchor des Vokalkreises der
Freidrich-Ebert-Schule Gießen mit Chorleiter Karl
Theo Sames bewies vor großer Kulisse ihr bekannt gutes Stimmvermögen.
Am
Freitagabend waren neben den Sängerlust-Chören des Gastgebers, der GV Harmonie
Daubringen mit Dirigent Peter Schmitt, der GV Einigkeit-Harmonie Reiskirchen
(Werner Bohm), der GV Germania Heuchelheim (Werner Jung) die Chorgemeinschaft
Liederkranz Climbach (Werner Volk), der Bauersche Gesangverein (Hermann Jung),
Tonart Cäcilia Nauborn (Jochen Stankewitz), die beiden Chöre des GV Eintracht
Wieseck (Jörg Rainer Becker), die Sängervereinigung 1865 Treis/Lda. (Matthias
Schulze), die beiden Chöre des GV Eintracht Rodheim-Bieber (Rainer Geitl), Corona Buseck (Axel Pfeiffer) und die
Bruderkette Beuern (Klaus-Jürgen Grün) zu hören. Am Samstag folgten die Kinder-
und Jugendchöre aus Oppenrod und Gießen, die beiden Chöre der Sängervereinigung
Staufenberg (Hermann Wilhelmi), der GV Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg
(Hubertus Weimer), die beiden Chöre der Sängervereinigung Wieseck, der GV
Eintracht Klein-Linden (Matthias Hampel), die beiden Chöre des Vokalkreises der
Friedrich-Ebert-Schule Wieseck (Karl-Theo Sames), der Polhymnia-Liederkranz
Beuern (Karl-Theo Sames) und ab 18 Uhr die Sängervereinigung Germania
Alten-Buseck (Andreas Czerney), die beiden Chöre des GV Heiterkeit-Sängerkranz
Großen-Buseck (Rainer Geitl), die drei Chöre der Sängervereinigung
Germania-Eintracht Wißmar ( Thomas
Kreiling) und der Projektchor des GV Eintracht Trohe mit Chorleiter Markus
Weil. Alle Vorträge der Chöre wurden von den fachkundigen Zuhörern fair und
kräftig beklatscht.
Am Ende war
das Kreis-Wertungssingen des Sängerkreises in seiner musikalischen Vielfalt und
Präsentation ein Beweis, dass trotz großer Veränderungen in der Welt, motivierter
guter Chorgesang -trotz vieler Unkenrufe von Pessimisten- auch in Zukunft einen
hohen Stellenwert besitzen wird. Und das mit viel Liebe und Leidenschaft zum
Lied über alle Altersgrenzen hinaus, war in Oppenrod zu erleben.